Lob für Wickeder Wohnbauprojekt-Pläne
Veröffentlicht: Donnerstag, 03.09.2026 09:58
In Wickede entsteht auf der ehemaligen Mannesmann-Industriebrache im Ortszentrum ein neues Wohnquartier mit rund 100 Wohnungen. Das NRW-Bauministerium hat die Planungen für das Projekt "Wohnen am Park" ausdrücklich als städtebaulich vorbildlich gelobt.
Das Wichtigste im Überblick
- Rund 100 Wohnungen auf der ehemaligen Mannesmann-Brache in Wickede geplant
- NRW-Bauministerium lobt "Wohnen am Park" als städtebaulich vorbildlich
- Bauantrag für das erste Gebäude Anfang August beim Kreis Soest eingereicht
- Erschließungsarbeiten starten Herbst 2026, Hochbau beginnt Frühjahr 2027
- Ein Teil der Wohnungen soll öffentlich gefördert werden
„Wohnen am Park“ im Wickeder Ortszentrum
In Wickede nimmt ein lang geplantes Bauprojekt konkrete Formen an. Auf der ehemaligen Mannesmann-Industriebrache im Ortszentrum soll das neue Wohnquartier "Wohnen am Park" entstehen. Die kommunale Wohnungsgenossenschaft Wickede (Ruhr) eG hat Anfang August den Bauantrag für das erste Gebäude beim Kreis Soest eingereicht, der ihn nach eigenen Angaben "mit Hochdruck" bearbeitet. Insgesamt sind rund 100 Wohnungen geplant - ein Teil davon öffentlich gefördert, um auch bezahlbaren Wohnraum für unterschiedliche Einkommensgruppen zu schaffen.
Lob aus dem NRW-Bauministerium
Noch bevor der erste Stein gesetzt ist, kommt Lob von höchster Stelle. Das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung hat die Planungen Ende Juni im Rahmen einer Präsentation - bei der auch Kreisvertreter anwesend waren - ausdrücklich als städtebaulich vorbildlich bezeichnet. Bürgermeister Alexander Heine, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft ist, sieht darin eine Bestätigung des eingeschlagenen Wegs.
"Mit dem Genossenschaftsmodell behalten wir die Kontrolle über unsere Ortskernentwicklung. Das ausdrückliche Lob des Bauministeriums bestätigt unseren eingeschlagenen Kurs. Als neue lebendige Mitte wird das künftige Wohnquartier 'Am Park' entscheidend dazu beitragen, unsere Gemeinde noch attraktiver zu machen und dringend benötigten Wohnraum zu schaffen." - Alexander Heine, Bürgermeister Wickede (Ruhr) und Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft.
Was konkret gebaut wird
Den Auftakt macht Baufeld A im nördlichen Bereich des Quartiers. Zunächst entsteht dort das Gebäude A2 mit neun Wohnungen von je rund 65 Quadratmetern und 14 Stellplätzen. Danach folgt Gebäude A1: sechs großzügigere Wohnungen mit je rund 95 Quadratmetern, jede mit zwei Kinderzimmern - explizit auf Familien ausgerichtet. Die Wohnungen orientieren sich überwiegend nach Süden und Westen, Loggien und überdachte Terrassen sorgen für Privatsphäre und Wetterschutz. Spezielle Lichtbänder auf der Nordseite lassen Tageslicht in die Flure, ohne Einblicke von außen zu ermöglichen.
Klimaschutz, Barrierefreiheit und E-Mobilität
Energetisch setzt die Genossenschaft auf Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen - angestrebt wird der Standard eines bilanziellen Nullenergiegebäudes, bei dem der Energieverbrauch rechnerisch durch die eigene Erzeugung ausgeglichen wird. Die gesamte Anlage wird barrierefrei und schwellenlos gebaut - vom Grundstück bis auf den Balkon. Auch für die Mobilitätswende ist vorgesorgt: An den Stellplätzen werden Leerrohre für E-Ladestationen verlegt, zudem gibt es eigene Flächen für Lastenräder.
"Wickede hat mit diesem Projekt das absolute Potenzial, zu einem Leuchtturm für nachhaltige Stadtentwicklung in Südwestfalen zu werden. Wir schaffen hier nicht nur Wohnraum, sondern ein lebendiges, zukunftssicheres Quartier mit extrem hoher Aufenthaltsqualität." - Michael Kirchner, Genossenschaftsvorstand und geschäftsführender Gesellschafter der Pyramis Immobilien Entwicklungs GmbH.