UV-Schutz für die Kleinsten: Warstein macht's vor
Veröffentlicht: Freitag, 21.08.2026 11:14
Warstein geht beim Thema Sonnenschutz einen ungewöhnlichen Weg: Die Stadt hat als erste Kommune in Deutschland alle acht öffentlichen Kitas mit UV-Warntafeln ausgestattet. Dafür gibt es jetzt Lob von der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention. Das Projekt könnte ausgeweitet werden.
Warstein als Vorreiterin beim UV-Schutz für Kinder
Sonnenschutz fängt in Warstein jetzt schon im Kindergartenalter an: Die Stadt hat im Rahmen des bundesweiten Projekts "WATCH OUT" alle acht öffentlichen Kindertageseinrichtungen mit speziellen UV-Warntafeln ausgestattet. Damit sollen Kinder, Eltern und Erzieherinnen und Erzieher frühzeitig für die Gefahren durch UV-Strahlung sensibilisiert werden. Gerade Kleinkinder sind wegen ihrer empfindlichen Haut besonders gefährdet - Sonnenschäden, die in jungen Jahren entstehen, können das Risiko für spätere Hauterkrankungen erhöhen.
Was steckt hinter dem Projekt "WATCH OUT"?
Das Projekt wurde 2022 von der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP) gestartet. Ziel ist es, Menschen in ihrem Alltag auf einfache und verständliche Weise für den Schutz vor UV-Strahlung zu sensibilisieren. Die Warntafeln zeigen den aktuellen UV-Index - also die Stärke der Sonnenstrahlung - anhand einer international gültigen Farbskala. Ergänzt werden sie durch konkrete Verhaltenshinweise: Schatten aufsuchen, schützende Kleidung tragen, Sonnencreme auftragen. Per QR-Code können Eltern und Bürgerinnen und Bürger außerdem weitere Informationen direkt auf dem Smartphone abrufen. Die Tafeln sind witterungsbeständig und für den dauerhaften Einsatz im Freien gebaut.
Warstein als erste Kommune mit Kita-Einbindung
Was Warstein von anderen Kommunen unterscheidet: Die Stadt hat die Kitas von Anfang an in das Projekt einbezogen - und ist damit bisher bundesweit einmalig. Das betont Dr. Mala Damodaran, Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Warstein:
„Was ganz besonders in Warstein war, war tatsächlich die Einbeziehung von den Kitas ganz am Anfang in diesen Prozess und das hat bis jetzt keine Kommune gemacht." - Dr. Mala Damodaran, Klimaanpassungsmanagerin Stadt Warstein.
Bürgermeister Maximilian Spinnrath erklärt, warum die Stadt diesen Ansatz gewählt hat:
„Mit der Einbindung unserer Kitas setzen wir bewusst dort an, wo Prävention am wirksamsten ist - bei den Jüngsten. Kinder benötigen besonderen Schutz vor UV-Strahlung, und genau hier wollen wir frühzeitig sensibilisieren und unterstützen." - Maximilian Spinnrath, Bürgermeister Stadt Warstein.
Auch die Projektleiterin auf Seiten der ADP zeigt sich zufrieden mit dem Engagement aus Warstein:
„Je mehr Verbreitung der UV-Index findet, desto mehr Aufmerksamkeit für den UV-Schutz versprechen wir uns. Das Projekt steht und fällt deshalb mit unseren Partnerinnen und Partner, die Umsetzung in gleich acht Kindertagesstätten freut uns sehr." - Carina Annalena Jung, Projektleiterin ADP.
Warntafeln auch am Allwetterbad
Die UV-Warntafeln hängen nicht nur in den Kitas - auch am Warsteiner Allwetterbad sind sie bereits installiert. Damit erreicht das Projekt auch Familien und Badegäste, die in der Sommersaison besonders lange in der Sonne sind.
Wie geht es weiter?
Jetzt soll das Projekt ausgewertet werden. Läuft es gut, könnte der Ansatz weiter ausgebaut werden - doch das will die Stadt erst mit den zuständigen Fachbereichen besprechen. Dr. Mala Damodaran dazu:
„Ich glaube, dass der Ansatz sehr gut ist, dass wir das an Kitas aufgestellt haben. Wenn das gut aufgenommen worden ist, dann würde ich mit den so zuständigen Fachbereichen dann die weitere Vorgehensweise absprechen." - Dr. Mala Damodaran, Klimaanpassungsmanagerin Stadt Warstein.
Denkbar wäre dann, die Warntafeln künftig an weiteren öffentlichen Orten in der Stadt aufzuhängen.