Was tun, wenn die Ausbildung nicht passt?

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Was tun, wenn die Ausbildung nicht passt?

Fast jeder dritte Azubi löst seinen Ausbildungsvertrag vorzeitig auf - das meldet die Agentur für Arbeit Meschede-Soest. Das neue Ausbildungsjahr läuft erst seit gut zwei Wochen. Was Betroffene jetzt tun sollten.

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Jeder dritte Azubi löst seinen Vertrag auf

Das neue Ausbildungsjahr hat gerade erst begonnen - und für manche könnte es schon wieder das letzte sein. Nach Angaben der Agentur für Arbeit Meschede-Soest löst fast jeder dritte Auszubildende seinen Ausbildungsvertrag vorzeitig auf. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Oft geht es schlicht darum, dass Azubi und Betrieb nicht zueinander passen.

Warum es nicht klappt - und was dahintersteckt

Der Einstieg ins Berufsleben ist für viele junge Menschen eine echte Umstellung. Der Arbeitsalltag, die Disziplin, der Umgang mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Generationen - das ist neu und nicht immer einfach. Angela Rademacher, Ausbildungsberaterin bei der IHK Hellweg-Sauerland, kennt die typischen Stolpersteine. Besonders häufig kommt es im Handwerk zu vorzeitigen Vertragsauflösungen - im öffentlichen Dienst passiert das deutlich seltener.

Erst reden, dann entscheiden

Wer das Gefühl hat, dass die Ausbildung nicht passt, sollte nicht vorschnell handeln. Angela Rademacher rät, zunächst im privaten Umfeld das Gespräch zu suchen - und dabei nicht nur Gleichaltrige einzubeziehen:

„Als erstes sollte man das in einem gewohnten Umfeld, sprich in der Familie, besprechen, allerdings nicht nur mit Gleichaltrigen, sondern auch vielleicht mit Leuten, die das Arbeitsleben kennen, um zu erkennen, ist das wirklich mein persönliches Problem, ist das nur eine Sache, mit der ich persönlich im Moment nicht klarkomme, oder ist das wirklich eine Sache, die man als Problem in der Ausbildung klassifizieren muss?" - Angela Rademacher, Ausbildungsberaterin IHK Hellweg-Sauerland.

Dann das Gespräch mit dem Betrieb suchen

Wer nach diesem ersten Schritt immer noch unsicher ist, sollte das Gespräch mit dem Ausbildungsbetrieb suchen - aber vorbereitet. Rademacher empfiehlt, sich nicht unvorbereitet in das Gespräch zu stürzen:

„Wenn man der Meinung ist, das ist vielleicht doch nicht das Richtige, was ich bis jetzt gemacht habe, sollte man auf jeden Fall das Gespräch suchen. Wenn es wichtig ist, man sollte sich vorbereiten und vorher vielleicht mit anderen Leuten darüber sprechen, bevor man ungefiltert zum Chef geht." - Angela Rademacher, Ausbildungsberaterin IHK Hellweg-Sauerland.

Vertragsauflösung ist kein Ausbildungsabbruch

Wer seinen Vertrag auflöst, muss nicht zwingend die gesamte Ausbildung aufgeben. Viele Azubis finden nach einer Vertragsauflösung einen neuen Betrieb und schließen ihre Ausbildung dort ab. Eine vorzeitige Vertragsauflösung bedeutet also nicht automatisch das Ende der Berufsausbildung.