Ruhr leidet unter extrem trockenem Juli

Hellweg Radio

Ruhr leidet unter extrem trockenem Juli

Im Einzugsgebiet der Ruhr ist im Juli 2026 deutlich weniger Regen gefallen als sonst. Damit der Fluss nicht austrocknet, musste an allen 31 Tagen Wasser aus den Talsperren zugeschossen werden.

© Ruhrverband

Trockenheit im Ruhr-Einzugsgebiet

Der Juli 2026 zählt nach vorläufigen Auswertungen des Ruhrverbands zu den trockensten Julimonaten seit Beginn der Aufzeichnungen vor 100 Jahren. Im Einzugsgebiet der Ruhr fielen demnach nur rund 20 Millimeter Niederschlag. Das waren fast 80 Prozent weniger als üblich.

Folgen für die Ruhr bei Schwerte

Nach Angaben des Ruhrverbands bestand an allen 31 Tagen im Juli sogenannte Zuschusspflicht, um die gesetzliche Mindestwasserführung am Pegel Villigst bei Schwerte aufrechtzuerhalten. An 18 Tagen wäre die Ruhr dort ohne Wasser aus den Talsperren sogar trockengefallen. Der Verband spricht von einer insgesamt angespannten wasserwirtschaftlichen Lage im laufenden Jahr.

Blick auf die Talsperren im Verbundsystem

Der Füllstand des Talsperrensystems liegt laut Ruhrverband aktuell bei rund 80 Prozent vom Vollstau. Das entspricht etwa 380 Millionen Kubikmetern Wasser. Allein im Juli habe der Ruhrverband 31 Millionen Kubikmeter davon abzwacken müssen, um die Ruhr damit zu versorgen.