Umfrage macht Diskriminierung sichtbar

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Umfrage macht Diskriminierung sichtbar

Diskriminierung hat viele Gesichter – auch im Kreis Soest. Eine bundesweite Umfrage soll jetzt zeigen, wie oft und wo Benachteiligung passiert. Das Kommunale Integrationszentrum ruft zur Teilnahme bis Ende Februar (2026) auf.

© Symbolbild / Hellweg Radio

Kommunales Integrationszentrum informiert

Im Kreis Soest macht das Kommunale Integrationszentrum (KI) auf eine bundesweite Umfrage zum Thema Diskriminierung aufmerksam. Noch bis Samstag, 28. Februar (2026) können Menschen ab 14 Jahren anonym von ihren Erfahrungen berichten. Ziel der Aktion der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist es, ein möglichst genaues Bild davon zu bekommen, wie oft und in welchen Bereichen Diskriminierung in Deutschland vorkommt.

Alltag voller Benachteiligungen

Ob bei der Wohnungssuche, im Bewerbungsverfahren oder schon in Schule und Kita: Diskriminierung gehört für viele Menschen zum Alltag. Wie verbreitet diese Erfahrungen sind und welche Folgen sie für Betroffene haben, ist bislang kaum belegt. Genau hier setzt die Umfrage an – sie soll aufzeigen, wo Diskriminierung besonders häufig passiert und wie Menschen damit umgehen.

Auch im Kreis Soest ein Thema

„Auch bei uns im Kreis Soest findet Alltagsdiskriminierung statt“, stellt KI-Leiter Holger Schubert klar, „und zwar in den unterschiedlichsten Bereichen, nicht nur gegenüber Menschen mit Einwanderungsgeschichte.“ Eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sei jedoch eine Grundvoraussetzung für eine funktionierende Gesellschaft. „Deshalb ist es wichtig herauszufinden, an welchen Punkten es Probleme gibt.“

Anonym und barrierearm teilnehmen

Teilnehmen können alle Menschen ab 14 Jahren, die Diskriminierung erlebt haben. Die Umfrage ist anonym und bewusst niedrigschwellig gestaltet. Sie ist online, per Chatbot oder auf Papier möglich – außerdem in einfacher Sprache, mehreren Fremdsprachen und auch in Deutscher Gebärdensprache.