Maximare Hamm: Anklage gegen Bademeister
Veröffentlicht: Montag, 20.10.2025 08:02
Nach dem Tod eines sechsjährigen Jungen im Schwimmbad Maximare Hamm hat die Staatsanwaltschaft Dortmund Anklage gegen fünf Bademeister erhoben. Der Vorwurf lautet auf fahrlässige Tötung durch Unterlassen.
Ermittlungen gegen fünf Bademeister der Maximare
Am 19. April ist ein Sechsjähriger im Wellenbecken des Maximare tot aufgefunden worden. Der Junge sei den Ergebnissen der Obduktion zufolge ertrunken, so die Auskunft der zuständigen Staatsanwaltschaft Dortmund im Mai. Danach richteten sich die Ermittlungen auf die fünf Bademeister. Im Fokus der Untersuchungen standen seit dem Frühjahr insgesamt fünf Schwimmmeister, die am 19. April zum Unglückszeitpunkt im Einsatz waren. Sie waren zum Zeitpunkt des Badeunfalls zwischen 19 und 59 Jahre alt, so die Staatsanwaltschaft.. Der Junge war nach Alarmierung von Badegästen von einem der Bademeister aus dem Wasser geholt und reanimiert worden. In der Kinderklinik an der Werler Straße wurde er für tot erklärt. Die anwesenden Familienmitglieder und Ersthelfer wurden durch Notfallseelsorger betreut. Die Familie wohnt im Kreis Warendorf, so die Polizei.
Jugendschöffengericht am Hammer Amtsgericht soll den Fall verhandeln
Zuständig ist das Jugendschöffengericht am Amtsgericht Hamm. Drei der fünf Bademeister sind Heranwachsende, so die Staatsanwaltschaft. Das Gericht muss über die Zulassung der Klage entscheiden. Kommt es zum Prozess, dass müssen sich alle fünf Angeklagten vor dem Jungendrichter verantworten. Bei Erwachsenen wird dann aber entsprechend das Erwachsenenstrafrecht beachtet.
KI soll Beckenüberwachung in der Maximare ergänzen
Künftig soll eine Künstliche Intelligenz die menschliche Überwachung der Becken ergänzen. Aufgrund der Größe und Vielfalt der Becken sei die technische Umsetzung jedoch äußerst anspruchsvoll.